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Meg Gustafson rast in einem Rennanzug einen Hang hinunter und folgt dabei ihrem Bruder, der eine leuchtend orangefarbene KJUS-Jacke trägt.
Ski · Story

Vision in Bewegung: Die Synergie der Geschwister Gustafson

Auf den berühmten Hängen von Vail, Colorado, definiert eine einzigartige Partnerschaft neu, was es bedeutet, den Berg zu „sehen". Für Meg Gustafson und ihren Bruder Spenser geht es beim alpinen Rennsport nicht nur um individuelle Geschwindigkeit, sondern um einen Hochgeschwindigkeitsdialog, der auf absolutem Vertrauen und technischer Präzision basiert.

Meg, eine sehbehinderte Athletin mit einem Sichtfeld von etwa 9 Grad, navigiert mit unglaublicher Geschwindigkeit durch die Tore. Ihre Geheimwaffe ist dabei nicht nur ihre Sportlichkeit; es ist die Stimme ihres Bruders in ihrem Ohr und das leuchtende KJUS-Orange seiner Skijacke vor dem Schnee.

Meg Gustafson springt in einem Rennanzug an bunten Stangen vorbei einen Hang hinunter und folgt dabei ihrem Bruder, der eine leuchtend orangefarbene KJUS-Jacke trägt.

Der technische Vorsprung

Beim Para-Ski-Alpin ist der Guide das Auge der Athletin. Er fährt nicht einfach nur Ski; er berechnet Geländeübergänge, erkennt Spurrillen und gibt die Linie vor. Diese synchronisierte Leistung ermöglicht es Meg, sich voll auf ihre Technik und ihre Kraft zu konzentrieren, im Wissen, dass ihr Weg von jemandem gebahnt wird, der ihren Stil perfekt kennt.

Wenn die Strecke alles fordert, wird Vertrauen zur schnellsten Linie den Berg hinunter.

Warum Sichtbarkeit zählt: KJUS Orange

Sicherheit am Berg ist oft eine Frage des Kontrasts. Im wechselhaften Licht der Rockies ist Sichtbarkeit eine Performance-Anforderung. Dass Spenser eine leuchtend orangefarbene KJUS-Jacke trägt, ist ein strategischer Schachzug für das Team:

  • Folgen: Das kontrastreiche Orange bietet Meg einen scharfen visuellen Ankerpunkt, der es ihr ermöglicht, Spensers Distanz in ihrem peripheren Sichtfeld einzuschätzen, ohne ihre eigene Linie zu verlassen.
  • Sicherheit bei schwachem Licht: An bewölkten Tagen, wenn Schnee und Himmel ineinander übergehen, sorgt das gesättigte Pigment der Jacke dafür, dass Spenser für Streckenposten und andere Skifahrer deutlich sichtbar bleibt.
  • Vertrauen: Zu wissen, dass er deutlich hervorsticht, ermöglicht es Meg, an ihre Grenzen zu gehen, selbst wenn das natürliche Licht nicht zu ihren Gunsten steht.
Meg Gustafson rast in einem Rennanzug an bunten Stangen vorbei einen Hang hinunter und folgt dabei ihrem Bruder, der eine leuchtend orangefarbene KJUS-Jacke trägt.

Gemeinsame Vision für 2026

Ursprünglich aus der Rennsportkultur von Minnesota stammend, zogen die Gustafsons nach Vail, um das Training am Tag nutzen zu können – ein entscheidender Schritt für Meg, da das Skifahren bei Nacht erhebliche visuelle Hürden mit sich brachte. Heute ist Meg eine herausragende Athletin im Ski & Snowboard Club Vail (SSCV), bekannt für ihren Ehrgeiz und ihre leidenschaftliche Arbeitsmoral.

Nach Jahren des Wettbewerbs mit nicht behinderten Athleten gelang ihr mit dem Paralympics-Debüt bei den Winterspielen in Milano Cortina 2026 der Sprung auf die Weltbühne. Ihre Leistung war geprägt von bemerkenswerter Konstanz mit Top-Acht-Platzierungen in fünf Para-Ski-Alpin-Wettbewerben, darunter ein fünfter Platz im Riesenslalom. Indem sie in dieser Saison als Vorläufer bei Para-Events starten, bauen die Geschwister das nötige blinde Verständnis für die Weltbühne auf. Unterstützt von der Sisters in Sports foundation-Stiftung und betreut von erfahrenen Paralympics-Veteranen, beweist Meg, dass ihr Weg grenzenlos ist, auch wenn ihre Sicht eingeschränkt sein mag.